Selbstständige zahlen GKV-Beiträge allein – bis zu 1.261 €/Monat. Wie die PKV mehr Leistung, planbare Kosten und steuerliche Vorteile bietet.
Für Selbstständige ist die Frage der Krankenversicherung keine abstrakte Planungsaufgabe – sie ist ein relevanter Kostenfaktor und ein Risikothema zugleich. Wer sich nicht um eine adäquate Absicherung kümmert, zahlt entweder zu viel oder ist im Ernstfall unterversichert.
In der gesetzlichen Krankenversicherung zahlen Selbstständige ihren Beitrag vollständig allein. Es gibt keinen Arbeitgeberanteil. Der GKV-Beitrag richtet sich nach dem Einkommen – und bezieht alle Einkunftsarten ein: operative Gewinne, Kapitalerträge, Mieteinnahmen.
Das Ergebnis 2026: Wer als Selbstständiger gut verdient, zahlt bis zu 1.261 Euro im Monat für die GKV – über 15.000 Euro im Jahr. Für Leistungen, die in weiten Teilen unter denen eines PKV-Tarifs liegen.
In der PKV richtet sich der Beitrag nach Eintrittsalter, Gesundheitszustand und gewähltem Tarif – nicht nach dem Einkommen. Das ist für Selbstständige ein grundlegender Systemvorteil: Wer erfolgreich wirtschaftet, wird nicht dafür „bestraft".
Ein 35-jähriger Selbstständiger in gutem Gesundheitszustand zahlt in einem soliden PKV-Tarif typischerweise zwischen 400 und 600 Euro im Monat – für deutlich umfangreichere Leistungen als in der GKV. Bei höherem Einkommen ist die PKV daher meistens die günstigere und bessere Wahl.
PKV-Beiträge sind für Selbstständige als Sonderausgaben steuerlich absetzbar – konkret der Basisschutz-Anteil des Beitrags. Das mindert die effektiven Kosten je nach Steuersatz spürbar. In Kombination mit einem guten Tarif ergibt sich ein attraktives Gesamtbild.
Ein Thema, das in der PKV-Beratung für Selbstständige häufig übersehen wird: das Krankentagegeld. Anders als Angestellte haben Selbstständige keinen Anspruch auf Lohnfortzahlung. Wer länger krank ist, hat sofort ein Einkommensproblem.
Gute PKV-Tarife enthalten ein abgestimmtes Krankentagegeld, das den Einkommensausfall ab einem bestimmten Tag der Arbeitsunfähigkeit absichert. Das ist für Selbstständige keine optionale Ergänzung – sondern essenziell.
Selbstständige können grundsätzlich jederzeit in die PKV wechseln – es gibt keine Einkommensgrenze. Wer sich neu selbstständig macht, muss sich aktiv für eine Versicherung entscheiden: entweder freiwillige GKV-Mitgliedschaft oder PKV.
Wichtig: Der Wechselzeitpunkt sollte sorgfältig gewählt werden. Gesundheitliche Veränderungen können den Zugang zur PKV erschweren. Wer wechseln will, sollte das früh und in gutem Gesundheitszustand tun.
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